60 Jahre Stadtkapelle

Der neugekrönte Rocker“

Was haben ein torkelnder Piratenkapitän, waschechte Rocker und die sinkende Titanic miteinander zu tun? Es sind alles Protagonisten aus Stücken, die die Stadtkapelle bei ihrem Jubiläumskonzert lebendig werden lässt. Dirigent Björn Weinmann feiert am Samstag in der ausverkauften Festhalle mit seinem Blasorchester das 60-jährige Bestehen. 80 Instrumentalisten schaffen ein facettenreiches Konzert. Und es wurde rockiger als gedacht.

Wo sind denn unsere Überraschungsgäste, hängen die an der Bar rum oder was?“, fragt Dirigent Björn Weinmann gegen Ende des Konzerts mit einem Augenzwinkern. Und schon sind sie da: die Rocker von Zweibrücken – Purple Haze. Und sie sorgen gleich für mächtig Furore. „Du hast das falsche Outfit an“, meint Leadsänger Dirk Reichel und übergibt dem Dirigenten eine Jeansjacke mit jeder Menge Aufnähern – im rockigen Design, so wie es sich gehört. Nachdem Weinmann sein Jackett gegen die Jeansjacke getauscht hat, geht es richtig los.

Dem weltbekannten Queen-Song „Bohemian Rhapsody“ drücken Purple Haze ihren Stempel auf und schaffen eine gelungene Interpretation. Rockig, hemmungslos und wild sind E-Gitarren und Reichels Stimme. Den Chor-Teil mitten im Lied, bei dem alle vier Queen-Mitglieder gemeinsam sangen und sich in operettenhaften Sphären bewegten, übernimmt dann wieder die Stadtkapelle. Es ist eine gelungene Verschmelzung von Rock und Blasorchester, die es so noch nicht in Zweibrücken gab. Dirk Reichels bombastische, kraftvolle Stimme lässt keine Wünsche offen. Am Ende des Songs geht verdientermaßen großer Jubel und Applaus auf die Band und Kapelle nieder, einige stehen sogar auf. Die Folge des rockigen Gastauftritts von Purple Haze, der die Zuschauer begeistert. Björn Weinmann hat sich wirklich gut gemacht als „neugekrönter Rocker“, wie erster Vorsitzender Volker Lehner es ausdrückt.

Außergewöhnlich ist auch der vorangegangene Teil des Konzerts. Besonders schön sind die Medleys, von denen es so einige gibt im fast dreisündigen Jubiläumskonzert. Die Stadtkapelle setzt beim „Fluch der Karibik“-Medley Akzente abseits der bekanntesten Kompositionen der Filmreihe.

Das Glockenspiel leitet nach dem Jack-Sparrow-Thema (die Hauptfigur der Piratensaga) leicht und zart zum Davy-Jones-Thema über. Der finstere Antagonist spielt nach dem Glockenspiel auf der Orgel, was großartig vom Blasorchester ersetzt wird. Energiegeladen und rasant schwillt das Orchester an. Das Finale des Medleys endet mit einem Paukenschlag. „Da kann man doch fast sagen: Schön ist das Piratenleben“, zieht Dirigent Björn Weinmann sein Fazit. Bei dieser großartigen Interpretation könnte das durchaus stimmen.

Zuerst lassen wir die Piraten aufleben, dann versenken wir die Titanic, und danach treffen sich alle bei Arielle“ (der Meerjungfrau), meint der Dirigent. Das Titanic-Medley ist ruhig und getragen, nur ab und zu gibt es lautmalerische Höhepunkte. Besonders eindrucksvoll, fast sinnlich, ist das Lied, das die Liebesgeschichte zwischen Rose und Jack thematisiert. Drei Querflöten bringen „My Heart Will Go on“ nach vorne. Ganz leise und sanft beginnt das Rose-Thema, bevor nach und nach die gesamte Stadtkapelle einstimmt.

Weihnachtlich wird es mit den Bläserklassen der Stufen drei bis sieben mit Schülern der Grundschule Sechsmorgen, der Albert-Schweitzer-Grundschule und der Mannlich-Realschule plus. Sie spielen eine zauberhafte Version von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Wenn man bedenkt, dass einige, so Björn Weinmann, erst wenige Monate die Instrumente lernen, kann sich ihr Spiel wirklich hören lassen.

Natürlich hat die Stadtkapelle zu ihrem Geburtstagskonzert auch Klassiker am Start. Der „Uncle Teddy“-Marsch spielt mit vielen Stilrichtungen und hat einen schönen humoristischen Beiklang.

Das Konzert – übrigens das erste in 60 Jahren Stadtkapelle, das ausverkauft sei, so Björn Weinmann – bleibt mit dieser wahnsinnigen Bandbreite noch lange in Erinnerung. Nicht zuletzt wegen Purple Haze.

Quelle

QuelleDie Rheinpfalz Zweibrücker Rundschau – Nr. 273
DatumMontag, den 25. November
VonPatrick Göbel

Pressemeldung für das Jubiläumskonzert

„60 Jahre jung“

Jubiläumskonzert am 23. November in der Festhalle

Zweibrücken: Ein fester Termin im Terminkalender der Zweibrücker Stadtkapelle ist das Jahreskonzert im Herbst. Die Stadtkapelle feiert in diesem Jahr ihren sechzigsten Geburtstag. Voller Stolz sprechen die Musikerinnen und Musiker von IHREM Jubiläumskonzert! Das sechste große Konzert unter der Leitung von Björn Weinmann und wird am Samstag, 23. November 2019 um 19.00 Uhr in der Zweibrücker Festhalle stattfinden.
80 aktive Instrumentalisten, aus den Bläserklassen, der Bigband und der Stadtkapelle werden ihrem Publikum eine große musikalische Bandbreite präsentieren. Die musikalische Reise verschafft den Zuhörern einen Überblick über das in den letzten Jahren erreichte musikalische Niveau. Überraschungsgäste werden ein weiteres Mosaik zum guten Gelingen des Konzertes beitragen.

Zum Programm:

Appalachian Overture
Dieses kraftvolle Konzertwerk von James Barnes gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Blasorchester-Kompositionen der letzten Jahre. Es ist bei vielen Konzerten und Wettbewerben zu hören. APPALACHIAN OVERTURE ist programmatisch angelegt und enthält zahlreiche Melodien, deren Ursprung man in der Folklore suchen würde, die jedoch allesamt Eigenkreationen von James Barnes sind. Ebenso enthält das Werk einige schön spielbare Solopassagen und die Partitur ist so sorgfältig instrumentiert, dass es viele Blasorchester bis zur Profistufe spielen können.

Charles Chaplin – Selection for Concert Band
Sir Charles Spencer Chaplin (1889-1977), bekannt als Charlie Chaplin, war einer der einflussreichsten Komiker des 20. Jahrhunderts und ist heute eine wahre Legende. Vor allem die von ihm erfundene Rolle als „Tramp“ machte ihn weltberühmt und sicherte ihm einen Ehrenplatz in der Filmgeschichte. Das kleine Bärtchen, übergroße Schuhe, eine enge Jacke, Melone und Stock sind charakteristische Merkmale und bilden eine Verbindung zwischen Slapstick-Komödie und ernsten bis tragischen Elementen.

Der holländische Komponist Marcel Peeters orchestrierte mit viel Feingefühl und Können eine Auswahl der bekanntesten Melodien aus den „Charlie Chaplin“ Filmen. Entstanden ist ein wunderschönes und anspruchsvolles Medley für Orchester der Ober- bis Höchststufe.

Inhalt:

Limelight Theme (aus Limelight), Morning Promenade (aus The Kid), This Is My Song (aus A Countess from Hong Kong), Titina (aus Modern Times), Mandolin Serenade (aus A King in New York), Green Latern Rag (aus A Dog’s Life), Falling Star (aus The Great Dictator), Napoli March (aus The Great Dictator), Ze Boulevardier (aus The Great Dictator)

Little Mermaid – Medley
Aus der Oscar gekrönten Filmmusik zum bezaubernden Disney-Zeichentrickfilm Arielle, die Meerjungfrau von Alan Menken wählte Takashi Hoshide die drei beliebtesten und erfolgreichsten Lieder aus und bearbeitete sie für Blasorchester:

  • Under the sea, das lustige Lied der Meeresfische, welches den Oscar in der Kategorie „Bestes Lied“ gewann
  • Kiss the girl, ein fröhliches Lied, das in derselben Kategorie für den Oscar nominiert wurde und zusätzlich den Golden Globe gewann.
  • Abgerundet wird dieses Spitzenmedley durch Arielles wunderschöne sehnsuchtsvolle Ballade Part of your world.

Mary Poppins – Selection
Der Disney-Klassiker Mary Poppins mit Julie Andrews und Dick Van Dyke in den Hauptrollen ist eines der bezauberndsten Musicals aller Zeiten. Vom ersten bis zum letzten Ton ist die Qualität und Anziehungskraft der Lieder einfach unübertroffen. Alfred Reed orchestrierte dieses klassische Musical von Richard Sherman.
In dieser Selektion hört man nacheinander A Spoonful Of Sugar, I love to laugh, Sand Dance, Jolly ‚oliday, Let’s go fly a kite, Supercalifragilisticexpialidocius.

Uncle Teddy von Julius Fucik im Arrangement von Karel Belohoubek
Die Entstehung des Marsches „Uncle Teddy“ fällt in die Zeit, in welcher der damals schon bekannte Militärkapellmeister Julius Fucík, vom Infanterieregiment 86, das in der Kleinstadt Szabadka im Banat stationiert war, zum Infanterieregiment 92 nach Theresienstadt wechselte. Seine Dienstzeit in Ungarn endete am 30. Januar 1910, den Dienst in Nordböhmen hatte er zum 1. Mai anzutreten. Der Marsch wurde am 9. April 1910 in Szabadka als „Onkel Tom“ fertiggestellt. Die literarische Vorlage für diesen Titel war der Roman „Onkel Toms Hütte“ von Harriet Beecher Stowe. Unter
Bezugnahme auf den amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt (1859-1919) erschien der Marsch jedoch als „Uncle Teddy“. Ob dies eine Idee des Komponisten war oder ein geschickter Schachzug seines Verlegers, ist heute nicht mehr nachzuweisen.

Pirates of the caribbean medley, Arrangement Kazuhiro Morita
Dieses Medley enthält die beliebtesten Titel aus den beiden ersten Teilen der Kinofilmreihe Der Fluch der Karibik: The Medallion Calls und He’s a Pirate aus dem ersten Film, den Klaus Badelt und Hans Zimmer gemeinsam vertonten, sowie Jack Sparrow und Davy Jones aus dem Soundtrack des deutschen Hollywoodkomponisten Zimmer zum zweiten Teil. Entführen Sie Ihr Publikum auf eine spannende Piraten-Tour!

Espana Cani von Pascual Marquina, Arrangement von Alfred Reed
Der Paso doble ist ein spanischer Tanz, bei dem der Mann einen Torero und die Frau das rote Tuch, einen zweiten Stierkämpfer oder eine Flamencotänzerin darstellt. Eines der beliebtesten Paso-doble-Stücke, das auch oft auf professionellen Tanzturnieren gespielt wird, ist das feurige Stück „España Cani“.

Caravan von Duke Ellington im Arrangement von Naohiro Iwai
„Caravan“ gilt als einer der größten Hits, die Duke Ellington je hatte; der Titel wurde zu einem dauerhaften Teil des Bandrepertoires. Geschrieben von Juan Tizol, erarbeitete jedoch Ellington den Mittelteil und machte ihn durch das Arrangement erst zu einem „Ellington“-Titel.

Duke war sein Ehrenname – Ausdruck dafür, dass Ellington gewissermaßen die amerikanische Jazzszene durch die Eleganz seines Musizierens adelte. Berühmt wurde Ellington durch seine Auftritte im Cotton Club in Harlem (1927-32). Ellington vermochte sein Orchester beinahe ein halbes Jahrhundert lang zusammenzuhalten. Nach seinem Tod im Jahre 1974 übernahm sein Sohn Mercer die Duke-Ellington-Band

Naohiro Iwai schloss im Jahre 1947 sein Studium an der Musikabteilung der Ongaku-Schule (heute die Geijyutu Universität) in Tokio ab. Danach spezialisierte er sich im Bereich der Jazzmusik und sammelte viele Erfahrungen mit verschiedenen Bands. Seine Werkliste umfasst mehr als 5000 Bearbeitungen, worunter viel Musik für große Blasorchester zu finden ist. Wegen seines besonderen Interesses für Schulorchester war Naohiro Iwai in Japan oft als Lehrer, Gastdirigent und Jurymitglied unterwegs. Als Komponist und Arrangeur versuchte er vor allem Blasorchester anzuregen Popmusik zu spielen und ihr ein höheres Niveau zu geben.

Titanic Medley
Musik von James Horner
Takahashi Hoshides Arrangement aus den Höhepunkten des Soundtracks zum Jahrhundertfilm Titanic lässt die Stimmungen und Emotionen der grandiosen Filmmusik aufleben. Titel: An ocean of Memories, Hymn to the sea, Southampton, Hard to starboard, My heart wll go on

Die Bläserklassen werden mit zwei Titeln vertreten sein:

  • Westwind Overture von Anne McGinty
  • Music from Pirates of the Caribbean von Klaus Badelt Arrangement Michael Sweeney

Die Bigband wir drei Titel zu Gehör bringen:

  • Don´t get around much anymore
    von Duke Ellignton,
    Arrangement by Bob Taylor
  • Sway
    Words and Music by N. Gimber and P. B. Ruiz
    Arrangement by Myles Collins
  • Rock-a-bye your baby (with a dixie melody)
    Words by Sam M. Lewis & Joe Joung, Music by Jean Schwartz
    Arrangement by Dave Wolpe

Zweibrücken, 20. Oktober 2019

Volker Lehner
1.Vorsitzender
Stadtkapelle Zweibrücken
Altheimer Straße 55
66482 Zweibrücken 0151 18 76 51 98

2. Jahrestag der Bläserklasse

Die Bläserklasse gibt sich zum 2. Jahrestag einen Namen

Nach zwei Jahren hat sich die am 04. November 2017 gegründete Bläserklasse der Stadtkapelle fest etabliert. Zur Feier des kleinen Jubiläums wird sich die Formation einen eigenen Namen geben. Bei der Suche nach einem passenden Begriff darf sich die Öffentlichkeit beteiligen. Wer uns einen ausdrucksvollen, fantasievollen Namen nennt, der auch uns gefällt und dann übernommen wird, bekommt zwei Freikarten für das Jahreskonzert der Stadtkapelle am 23.11.2019. Vorschläge bitte per E-Mail an Volker.Lehner@SKZW.de schicken.

Dem Ensemble gehören jetzt 22 aktive Musikerinnen und Musiker an. Bis heute wurden 79 Proben und 6 Auftritte absolviert. Die musikalische Entwicklung schreitet rasch voran. Dies wurde bei den bisher absolvierten Auftritten von sehr interessierten Zuhörern wahrgenommen und hat zum Wachstum des Ensembles beigetragen. Um den Kapellmeister Björn Weinmann scharen sich inzwischen zwei Flöten, vier Klarinetten, fünf Altsaxofone, drei Tenorsaxofone, ein Baritonsaxofon, zwei Trompeten, eine Posaune, zwei Tuben und ein Schlagzeug. Die Besetzung ist ausgewogen.

Einladung: Gern möchten wir Musikfreunde mit Grundkenntnissen auf einem Blasinstrument oder Schlagzeug animieren, wieder einzusteigen. Oft finden Erwachsene wieder Zeit, ein altes Hobby aufleben zu lassen, wenn sie sich etabliert haben oder die Kinder auf eigenen Beinen durchs Leben gehen. Die Suche nach einer anspruchsvollen Freizeitbeschäftigung beginnt.

Warum nicht wieder musizieren? Viele Erwachsene haben in ihrer Jugend aktiv musiziert und dann durch Beruf und Familie den Anschluss an die Musik verloren. Interessierte können jederzeit zu einer Probe kommen, um zu „schnuppern“. Das ist absolut unverbindlich! Die Proben finden regelmäßig samstags, 16.00 Uhr, in der ehemaligen Hauptschule Nord, Hofenfelsstraße 53, Zweibrücken (gegenüber Hilgardcenter), statt. Informationen gibt auch Volker Lehner, der 1. Vorsitzende oder jedes andere Mitglied der Stadtkapelle.

Volker Lehner

Großer Zapfenstreich

bei der FFW Bottenbach

Am letzten Sonntag, 01. September 2019, besuchten rund 200 Zuschauer die Aufführung des „Großen Zapfenstreichs“ zum 125-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bottenbach. Dieses Ereignis war der Höhepunkt der zweitägigen Feierlichkeiten. Den Ehrenzug zum Sportplatz führte die Stadtkapelle Zweibrücken an. Es folgten über 60 Feuerwehrleute mit Fackeln.

Bilder: SKZW

Auf dem Sportplatz stellten sich alle auf, und die Kapelle spielte mit dem Sonnen-untergang im Rücken und den Besuchern im Blick. „Alles positiv“, fasste Wehrleiter Mathias Schweitzer das Bottenbacher Wochenende zusammen. „Ein rundum gelungenes Fest ohne negative Vorkommnisse“, sagte der Wehrleiter, der früher bei der Stadtkapelle Schlagzeug gespielt hat. „Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Bottenbach und der Stadtkapelle Zweibrücken besteht schon lange“, erzählte er. Seit etwa sechs Jahren sichert die Wehr die Kapelle beim Umzug der Rheinland-Pfalz-Tage“ (Quelle: Die Rheinpfalz).

Bilder: SKZW

Zweibrücken, 04.09.2019

Volker Lehner, 1. Vorsitzender

Regionales Zentrum Blasmusik in Zweibrücken

Am Freitag, 23. August hatten wir die Gelegenheit vor Minister Konrad Wolf, Staatssekretär Hans Beckmann und Oberbürgermeister Marold Wosnitza die Ergebnisse unserer Aufbauarbeit der letzten fünf Jahre zu präsentieren.

 

Bild: SKZW

Vor fünfeinhalb Jahren übernahm Björn Weinmann das Dirigat bei der Stadtkapelle. Seither zeichnet sich eine rasante musikalische Entwicklung ab, welche auch den Nachwuchs eindrucksvoll einschließt. Wir werden nun die Grundlagen konzeptionell festzuschreiben und unter Einbeziehung weiterer Partner ausbauen. Unser Konzept trägt zunächst den Namen „Regionales Zentrum Blasmusik in Zweibrücken“.

Bild: SKZW

Wir wollen der modernen symphonischen Blasmusik im Kulturleben der Stadt vermehrte Präsenz und Anerkennung verschaffen.

Zweibrücken, 03.09.2019

Volker Lehner, 1. Vorsitzender

Van Halen und Scorpions mit Posaune

Rockmusik trifft auf Blasmusik. Funktioniert das? Und ob: Die Zwei-brücker Stadtkapelle und die Rockband Purple Haze planen ein Konzert, bei dem die beiden Klangkörper nicht nur nacheinander, sondern auch gemeinsam spielen. Die Zweibrücker Festhalle ist für den 16. Mai 2020 gebucht. Das Konzert steigt für einen guten Zweck, angeschoben vom saarländischen Verein „We are one“.

Von Andreas Sebald

Die ersten Proben sind gelaufen – sehr zur Zufriedenheit der Musiker auf beiden Seiten, im Blasorchester, aber auch bei der Rockband. „Wir sind total begeistert, nicht nur die Jungen im Ensemble, auch die Alten“, berichtet Volker Lehner, der Vorsitzende der Stadtkapelle. Marc-Oliver Mayer, Schlagzeuger bei Purple Haze, stößt ins gleiche Horn, berichtet von Begeisterung in den Reihen der Band. Aber: „Es ist eine Herausforderung. Wir müssen jetzt nach Noten spielen“, sagt er schmunzelnd.

Den Kontakt hergestellt hat Thomas Füßler, Fotograf und Journalist, unter anderem in Diensten der RHEINPFALZ, und ein Kenner der lokalen Musikszene. „Ja, ich hab’ es angerichtet“, berichtet er augenzwinkernd. Füßler gehört dem erweiterten Vorstand des 2018 gegründeten Hilfevereins „We are one“ (Vorsitzender Mathias Blum) an, der vor allem die Förderung der Kinderpalliativ-Station der Uni-Klinik Homburg zum Ziel hat.

Als Reporter kennt Füßler nicht nur Purple Haze, sondern knüpfte vor einigen Jahren auch enge Kontakte zum Blasensemble, als die Stadtkapelle aus der mittlerweile abgerissenen Feuerwache in die ehemalige Hauptschule Nord umzog. „Wir haben da mal ein Queen-Potpourri gespielt, das hat ihm sehr gut gefallen“, erinnert sich Lehner. Die Idee einer Kooperation nahm Gestalt an, zunächst in Füßlers Kopf. „Das könnte spannend werden“, habe er sich gedacht, und beim Osterrock 2018 in Blieskastel den Rockern von Purple Haze eine Kooperation mit der Stadtkapelle vorgeschlagen, berichtet er weiter. „Dann ging es schnell vorwärts.“

Die Chemie stimmte von Anfang an. Nach der Idee gab es ein Treffen, von dem alle Beteiligten in den höchsten Tönen schwärmen. „Solche Geschichten entscheiden sich in den ersten paar Minuten“, berichtet Lehner. Marc-Oliver Mayer bekräftigt: „Es hat menschlich sofort gepasst.“ Auch gegenseitige Konzertbesuche wurden bereits absolviert. Eine Delegation der Stadtkapelle nahm einen Unplugged-Auftritt von Purple Haze im Juni vergangenen Jahres unter die Lupe, die Musiker von Purple Haze fanden sich ihrerseits im Zuschauerraum eines Stadtkapellen-Auftritts wieder.

Nach mehreren gemeinsamen Treffen mit Vertretern von Band, Stadtkapelle und „We are one“ nahm der Konzertplan Ende 2018 konkretere Formen an. Mittlerweile ist die Festhalle gebucht und der Kartenvorverkauf läuft. Über die Setliste, also welche Songs zu hören sein werden, lassen die Verantwortlichen noch nicht allzu viel nach außen dringen. Marc-Oliver Mayer nennt die Rockgruppen Van Halen und Scorpions, Volker Lehner berichtet von Anstrengungen von Kapellmeister Björn Weinmann, der Musikliteratur in England bestellen musste. „Es läuft gut“, unterstreicht Posaunist Lehner, der der nächsten gemeinsamen Probe Ende August freudig entgegenblickt.

Das Benefizkonzert

Das Konzert „Rock meets Brass“ von Purple Haze und der Stadtkapelle Zweibrücken findet am Samstag, 16. Mai 2020, in der Festhalle Zweibrücken statt. Der Kartenvorverkauf läuft bereits, Sponsoren werden noch gesucht. Der Erlös des Konzerts, das von dem saarländischen Verein „We are one“ initiiert wurde, kommt der Kinderpalliativ-Station der Uni-Klinik Homburg zugute sowie dem SAPV-Team Südwestpfalz der Hospiz- und Palliativversorgung Saarpfalz, das seinen Sitz in Zweibrücken hat. Kontakt: www.weareone.saarland und auf Facebook, Suchbegriff „We are one“

Quelle

AusgabeDie Rheinpfalz Zweibrücker Rundschau – Nr. 184
DatumSamstag, den 10. August 2019
Seite14

Rock meets Brass

„Weareone“ e. V. engagiert sich ehrenamtlich und gemeinnützig für die Kinderschmerz- und Palliativstation  der Universitätsklinik in Homburg.

 

„Purple Haze“, die überregional bekannte Rockband und die „Stadtkapelle Zweibrücken“ wurden dafür begeistert, zu Gunsten der guten Sache ein Konzert in der Zweibrücker Festhalle aufzuführen. Gemeinsam präsentieren die Musikerinnen und Musiker Rockmusik in ungewohntem Klang!

 

Der Vorverkauf hat bereits begonnen: Ticket Regional – Stichwort „Rock meets Brass“.

60 Jahre Stadtkapelle

Im Koffer beim Quiz zur Eröffnung des Stadtfestes

FOTO mit freundlicher Erlaubnis: Volker Baumann
v. l. n. r.: Ralf Wedekind, Werner Klein, Thilo Huble, Volker Lehner, Fritz Presel

Dieses Jahr hatte sich Volker Lehner, der Vorsitzende der Stadtkapelle, bereit erklärt, beim traditionellen Quiz  „Wer ist im Koffer“ zur Eröffnung des Stadtfestes mitzuwirken.

 

Wie man im Bild sehen kann hatte er einen riesigen Spaß daran sich mit seiner Posaune in den Koffer zu legen.

 

Hinten von links: Stadtfest-Organisator Thilo Huble, Stadtfest-Gründer Fritz Presl, Oberbürgermeister Marold Wosnitza und Rosenkönig Annika I..

 

Im Interview mit Fritz Presl und Thilo Huble konnten Ralf Wedekind, Werner Klein und Volker Lehner 60 Jahre Stadtkapelle würdigen. Darüber hinaus nahmen sie die Gelegenheit wahr, die aktuellen Entwicklungen zu reflektieren.

 

Zum Abschluss des Interviews stimmten die drei Musiker für die Stadtkapelle ein „Happy Birthday“ an.

 

Rheinland-Pfalz-Tag 2019

Auch dieses Jahr wirkte unser großes Orchester beim Festumzug des Rheinland-Pfalz-Tages in Annweiler am Triefels mit.

Trotz sehr hohen Temperaturenund wenig Schatten, haben wir den Umzug auf unserem Tieflader gemeistert und konnten das Umzugspuplikum mit unserem Repertoire begeistern.

Wir freuen uns auch nächstes Jahr, in Andernach, wieder mit dabei sein zu dürfen.

 

 

Es kann auch Walzer

Orchestre Harmonie Municipale Boulogne-sur-Mer spielt Strauß – Freundschaftskonzert mit Chor Chante Joie, Althornbacher Chor Projekt 03 und Stadtkapelle

Von Konstanze Führlbeck

Die Stadtkapelle begeisterte am Pfingstsonntag zusammen mit dem Orchestre Harmonie Municipale der Partnerstadt Boulogne-sur-Mer, dem Althornbacher Chor Projekt 03 und dem französischen Chor Chante Joie bei sommerlichen Temperaturen das Publikum im Rosengarten. Bei diesem Anlass übergab die amtierende Rosenkönigin Dina Beckmann auch ihr Zepter an ihre Nachfolgerin Annika Allgeier.

Die Chöre unter Leitung von Monique Lelong konnten ihre Gäste vor allem mit klarem Klang und beweglichem Fluss durch ein stimmungsvolles Medley aus dem Erfolgsmusical „My Fair Lady“ überzeugen. Bei dem Hit „I could have dances all Night“ brachten die Sängerinnen und Sänger den freudigen Überschwang des Liedes sehr gut zur Geltung.

In Gioacchino Rossinis Marsch „Dal Tuo stellato soglio“ fesselte die Harmonie Municipale Boulogne-sur-Mer durch getragene Klänge einer malerischen, dunklen Melodie und sichere, volle Bässe.

Dass die Gäste aus der französischen Partnerstadt auch flotten Swing beherrschen, stellten sie in dem durch Frank Sinatra und Liza Minnelli bekannt gewordenen Hit „New York, New York“ von Fred Ebb und John Kander aus Martin Scorseses gleichnamigem Filmmusical unter Beweis. Mit peppigem Schwung brachen sich hier volle Klänge

Bahn, die nur durch die gelegentlich stockenden Rhythmen in ihrem Fluss unterbrochen wurden, den Zuhörern aber nichtsdestotrotz in die Beine gingen.

Ihre Stilsicherheit im deutschen Repertoire bewiesen die Boulogner mit ihrer Interpretation des Strauß-Walzers „La chasse“ (Die Jagd). Schnell und neckisch perlten hier die spritzigen Melodien, stockende Rhythmen sorgten für Spannung, bevor das Werk mit einem kurzen Tusch ausklang.

Die Stadtkapelle unter Leitung von Björn Weinmann überzeugte mit Jim Steinmans „Tanz der Vampire“ in einem Arrangement für Bläser. Sehr differenziert entwickelte die Stadtkapelle ausgehend von dunkel-getragenen Klängen einen Spannungsbogen, dessen mahnende Fanale von hellen Trompetenmotiven akzentuiert wurden. Immer zupackender gestaltete Weinmann die durchlaufenden Trommelmotive und ließ den plastischen Charakter dieser Musik mit klaren, prägnant abgesetzten Akzenten hervortreten.

Victor Herberts „March of the Toys“ erinnerte mit seinen zügigen Tempi an einen Trupp Soldaten bei der Parade, deren Stechschritt man vor dem inneren Auge sehen konnte. Klare, durchdringende Trompetenfanale zeichneten das geschmeidige, flexible und doch volle Klangbild von „Autumn leaves“ aus.

Ein packendes, stimmiges Klangbild zeichnete die Interpretation des Hits „Happy Days are Here Again“ von Milton Ager aus dem Jahr 1929 aus, den die Comedian Harmonists als „Wochenend und Sonnenschein“ herausbrachten. Nach einem volltönenden Auftakt ging der Song unmittelbar in einem jazzig-swingenden Rhythmus über, den die Stadtkapelle und die Gäste aus der französischen Partnerstadt voller Vitalität und mit unüberhörbarem Spaß gestalteten.

Zum Schluss blieb die Stadtkapelle ihrer Tradition treu und verabschiedete sich von ihren über 400 Zuhörern mit dem „Fliegermarsch“ des Operettenkomponisten Nico Dostal.

Quelle

QuelleDie Rheinpfalz Zweibrücker Rundschau – Nr. 133
DatumDienstag, den 11. Juni 2019
Seite20