Standfest Konzert

Nicht unterkriegen lassen

Zum zweiten Mal spielte die Stadtkapelle Zweibrücken am Samstagmorgen auf dem Vorplatz zum Schloss ein Konzert im Corojonajahr 2020. Nach dem Stattfest, eine Anspielung auf das ausgefallene Stadtfest am letzten Juliwochenende, handelte es sich diesmal um ein Standkonzert. Wobei man das Wort „Stand“ im Sinne von standhaft – wir lassen uns nicht unterkriegen – verstanden wissen möchte. Mehrere Kapellen der Stadtkapelle – bis hin zu den Nachwuchsklassen, die erst wieder seit vier Woche proben, – gab es zu hören. Der Lohn war teilweise donnernder Applaus vom gut gefüllten Platz, mit etwa 300 Menschen. Schon jetzt kündigt die Stadtkapelle weitere Konzerte vorm Zweibrücker Schloss an: unter den Mottos „Wetterfest“ und „Winterfest“, wobei noch unklar ist, wann.


Meldung der Rheinpfalz am Montag, 14.09.2020
Text Thomas Füssler

Stadtkapelle begeistert Publikum

ZWEIBRÜCKEN (cvw) Parallel zu der Baum-aktion in der Fußgängerzone verwandelte die Stadt-kapelle an diesem Samstagvormittag erneut den Schlossplatz in einen „Hallplatz“. Zwei Stunden lang unterhielten mehr als 50 Musikerinnen und Musiker vom Grundschüler bis ins hohe Rentenalter ihr Publikum.

Unter anderem mit Evergreens wie „Wochenend und Sonnenschein“, dem „Fluch der Karibik“ oder Hits aus den 1980er Jahren, bei denen viele mitsangen, schickten sie ihr Publikum bestens gelaunt in die freien Tage. Merklich begeistert präsentierte Kapellmeister Björn Weinmann als Moderator dabei nicht nur Zweibrückens großes Vorzeigeorchester, sondern auch die Unterensembles der Erwachsenen-Bläsergruppe, die Grundschulkinder und die Unterstufen-Bläserklasse der Mannlich-Realschule. „Eine Konstellation, die in Deutschland recht einmalig ist und auf die wir stolz sein dürfen“, betonte der engagierte Ausbilder, Musiker und Dirigent. Ganz besonders hob er die Leistung der „Jupiter-Bläserklasse“ hervor: „Sie haben erst im letzten Oktober begonnen und üben nach der Corona-Zwangspause erst seit vier Wochen wieder als Orchester. Dennoch spielen sie auf einem absolut hohen Niveau.“ Das bewiesen die Kinder, unterstützt von erwachsenen Bläsern und den Unterstimmen sowie der Perkussion der Stadtkapelle unter anderem mit dem Manchestermarsch.

Wie gut die Blasmusiker die Coronazeit zum Üben genutzt hatten, demonstrierten sie Instrumentengruppenweise in unterschiedlichen Stücken. In dem sowohl rhythmisch als auch melodisch höchst anspruchsvollem programmatischen Stück „New York 1927“, das mit einem Dixie-Quickstepp begann und nach einem traurigen Blues mit einem chaotischen Swing endete, übertraf sich die Stadtkapelle fast selbst.

 

Pfälzischer Merkur am Montag, 14.09.2020